Gleich 3-fach Première

Mit den Aufführungen vom 20. Und 21. ist das Projekt zum vom Mitwirkungstag 2011 von Bättwil/Witterswil umgesetzt. Ein Jahr hat es gedauert, um das Stück «Jugend? Nein Danke» zu schreiben, einzustudieren und Leben zu lernen.







Die Anstrengung der letzten Wochen ist deutlich in den Gesichtern zu sehen. Aber ebenso der Stolz über das Geleistete – zu Recht!
So manch Anderer hätte sich vom zu erwartenden Aufwand einer solchen Produktion abschrecken lassen. Nicht so die Jugendtheatergruppe «Jou Jetzä» die dies als ihr erstes Projekt mit Erfolg durchzog.

Es war nicht immer einfach. So rissen die Sommerferien z.B. ein grosses Motivationsloch in die Begeisterung der jungen SchauspielerInnen und die definitive Rollenverteilung stand erst kurz vor Heiligabend. Am 20. und 21. Januar wurde der Aufwand dann gebührend honoriert. Rund 300 ZuschauerInnen besuchten die Aufführungen von «Jugend? Nein Danke».

Ein Jugendprojekt - vielfältig wie das echte Leben!

Das „Jugend Mit Wirkung“ keine Eintagsfliege ist, lässt sich bei uns in der Region immer wieder beobachten. So interessierten sich beim Abendessen nach dem letzten Mitwirkungstag in der Nachbarschaft, nicht weniger als vier Leute für die Arbeit in einer politischen Kommission und auch das Jugendtheater «Jou Jetzä» wird weitermachen! Wir können schon heute auf ihr nächstes Werk gespannt sein! Toi, toi, toi!


Hier gibt es exclusiv die von Roger Thiriet gesprochene Nachrichtensendung, die Meiers während der zweiten Szene gehört haben, und das inklusive der letzten Meldung "Blocher finanziert den Kirchenboten" (bei 2':23"), die im Stück ausgeblendet wurde ;-)






Bühnenaufbau



Sind die denn wirklich so schlimm?

Jou Jetzä ist das einzige Jugendtheater in der Region. Deshalb tragen wir eine grosse Verantwortung. Wir können mit unserem Projekt aufzeigen, dass es auch engagierte und fleissige Jugendliche gibt. Nicht nur die, von denen immer gesprochen wird. Die, die irgendwo herum lungern, ihre Hausaufgaben nie erledigen, rauchen und sich voll laufen lassen.
Aber wir Jungen sind nicht die einzigen, die mit solchen Vorurteilen zu kämpfen haben. Auch eine andere Generation wird meistens schlechter dargestellt als sie eigentlich ist. Sie wird als intolerant, langweilig und als Menschen mit wenig Verständnis dargestellt. Die Rede ist von den älteren Menschen, den Rentnern.
Aber gibt es nicht auch Senioren, die nicht langweilig sind, sondern gerne etwas unternehmen? Kann es nicht sein, dass es auch Jugendliche gibt, auf die keins dieser Vorurteile zutrifft? Junge Menschen, die zum Beispiel einem Hobby nachgehen und deshalb gar nicht auf die Idee kommen, irgendwo faul herum zu hängen?
Und da sind wir auch schon beim Thema unseres aller ersten Theaterstückes:

JUGEND? Nein Danke

Wir wollen mit den vielen übertriebenen Klischees aufräumen. Wir führen ein Theaterstück vor das zeigt, dass man nicht alle in denselben Topf werfen darf.
Unser Stück befasst sich mit dem (Nicht-)Dialog zwischen den Generationen. Eine Gruppe Jugendlicher, die straftätig geworden ist, wird zu Sozialstunden im Altersheim verdonnert. Die vier Mädels sind anfangs überhaupt nicht begeistert von dem Gedanken, dass sie die Senioren betreuen sollen. Sie müssen sich aber Mühe geben, weil sie sonst vom Gericht noch schlimmer bestraft werden.
Auch die Bewohner des Altersheims sind überhaupt nicht begeistert davon, sich von den Jugendlichen helfen zu lassen und versuchen deshalb die Jugendlichen herauszuekeln. Die Lage spitzt sich zu, als im Altersheim plötzlich Gegenstände beschädigt werden und Schmuck fehlt. Doch es kommt noch schlimmer. Plötzlich ist das Altersheim Tatort eines mysteriösen Todesfalls. War es ein natürlicher Tod oder wurde da ein wenig nachgeholfen? Und wenn es Mord war, wer war es und warum?

Haben wir sie mit der Vorschau auf das Theaterstück, das wir übrigens selber geschrieben haben, neugierig gemacht? Dann kommen sie zu unserer Vorstellung und verbringen sie einen lustigen und spannenden Abend mit uns. Da es unser aller erster Auftritt ist, quasi die Premiere der Premiere, würden wir uns riesig über viele Zuschauer freuen.



Ist da was faul in diesem Staat?

Wenn ja, dann aber sicher nicht die Jugendlichen, die sich in der Theatergruppe «Jou Jetzä» zusammengeschlossen, ein eigenes Stück geschrieben und seit Ostern jeden Samstagnachmittag geprobt haben. Mit viel Fleiss und Freude arbeiten sie zielstrebig darauf hin ihr Werk im nächsten Winter auf die Bretter zu bringen.

Seit einer Weile spielen sich jeden Samstag in Witterswil merkwürdige Szenen ab. Jugendliche brauchen plötzlich Gehstöcke, Kissen werden unter Jacken gestopft und es werden verschiedene Bewegungen und Gesichtsausdrücke ausprobiert. Ja die Rede ist von den Treffen der Jugendtheatergruppe Jou Jetzä.
Im Musikraum der Primarschule Witterswil sind mittweile die ersten Szenen schon mehrmals durchgespielt worden. Während den Proben sind uns viele weitere Ideen und Ergänzungen eingefallen, die wir mit ins Stück einzubauen haben.
Um die Gruppe mehr zusammenzubringen, haben wir einen kleinen Zeltausflug geplant. Da der aber Buchstäblich ins Wasser fiel, haben wir uns kurzerhand für einen gemütlichen und vor allem lustigen Bowlingabend entschieden. Das darauf folgende gemeinsame Abendessen rundete den Abend perfekt ab. Das Zelten werden wir aber, sobald es das Wetter zulässt, nachholen.
Bis dahin und natürlich auch danach, treffen wir uns jeden Samstag, wenn es wieder heisst… Jou jetzä Vorhang auf.

Melisssa Müller






Jugend Macht Theater

Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Am Mitwirkungstag von Witterswil und Bättwil entstand ein ehrgeiziges Theaterprojekt. Unterdessen hat sich die Projektgruppe fast verdoppelt, erste Proben veranstaltet und ein eigenes Stück geschrieben das sich sehen lässt!

Bereits an zwei Samstagen haben sich die jungen SchauspielerInnen in der Mehrzweckhalle in Witterswil zum Proben und Ideensammeln getroffen (vgl. den JASOL Bericht in der vorletzten Dorfzeitung). Das Projekt kommt indessen gut voran und diesmal möchte ich das Wort gerne Melissa Müller von Bättwil geben. Sie ist eine der Initiantinnen des Theaterprojekts und sie beschreibt ihre Erlebnisse mit den anderen Jugendlichen wie folgt:
„Jou jetztä, das Projekt Jugendtheatergruppe kommt langsam aber sicher ins Rollen.
Das Ergebnis des Mitwirkungstages in Bättwil kann sich sehen lassen. Eine lustige Truppe von gut einem Dutzend Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren haben sich zusammen getan.
Mittlerweile gab es schon zwei sehr spannende und lustige Treffen, die sich grösstenteils den Hobbyschauspielern und dem zu spielenden Stück widmeten.
Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten und einigen Hemmschwellen, gingen wir relativ schnell auf das Emotionen zeigen oder auch das Improvisieren ein.
Das mit den Emotionen ist ja so eine Sache… „Kann ich jetzt wirklich vor all den Leuten in Tränen ausbrechen?“ „Kann ich das Gefühl glücklich wirklich echt rüberbringen“ oder auch die Frage, „wie viel Emotion ist noch glaubhaft?“, hat uns beschäftig. Dabei wurden wir freundlicherweise durch eine erfahrene Schauspielerin gecoacht. Von ihr haben wir auch einen kleinen Einblick erhalten, wie Theater sonst noch aussehen kann.
Beim Improvisieren ging`s dann so richtig los. Da unser Theaterstück etwas mit dem Zusammenleben der Generationen, also mit den schlimmen, rauchenden und trinkenden Jugendlichen und den alten, motzenden Altersheimbewohnern zutun haben soll, haben wir das auch in die kleinen Rollenspiele eingebaut. Wir wollen aufzeigen, dass es eben auch andere Jugendliche und andere ältere Menschen gibt, als nur immer dieses Klischeehafte. Wir spielten also verschiedene Situationen in denen sich Alt und Jung begegnen durch. Bei dem Improvisieren kamen extrem viele lustige und spannende Ideen zusammen, die wir auch alle unbedingt in unserem Stück einbauen möchten.
Eine kleinere Gruppe hat sich danach zusammen gesetzt und die vielen Ideen in mehrere konkrete Geschichten gepackt. Diese wurden am nächsten Treffen vorgestellt. Das vielversprechendste Stück wurde nun ausgesucht und weiter erarbeitet. Es flossen wieder Ideen im Überfluss.
Wir sind eine aufgestellte Truppe, die es kaum erwarten kann, endlich verkleidet hinter der Bühne zu stehen und gespannt zu warten bis wir endlich unseren grossen Auftritt haben.
Als nächstes steht viel Arbeit an, die Szenen müssen geschrieben und geprobt werden. Da das ganze aber nicht wirklich Arbeit ist, macht es einen riesen Spass.
Wir dürfen also gespannt sein, wenn es in Zukunft heisst…
Jou jetztä, Vorhang auf…!

Das Stück ist unterdessen schon recht weit fortgeschritten. Ich durfte es heute schon einmal Lesen: Alle Achtung. Da waren ein paar talentierte Autorinnen am Werk. Ich freue mich schon auf die Welttournee der Theatergruppe durchs Solothurnische Leimental und würde mich freuen auch sie begrüssen zu dürfen, wenn das Stück in Witterswil zu Gast sein wird.

(Text grossteils von Melissa Müller/BÄ)



Freies Improvisieren



Jou Jetzä - das junge Theater von BÄ/WW

Wo Jung und Alt aufeinandertreffen liegt viel Stoff für ein spannendes Theaterstück. Die Projektgruppe aus dem ersten Mitwirkungstag von Bättwil/Witterswil hat ein Stück geschrieben in dem sich eine Gruppe von Jugendlichen in einem Altersheim wiederfindet. Es geht um gegenseitige Vorurteile, Unverständniss und um Interesse am unbekannten, um Gräben und Brücken zwischen zwei weit auseinanderliegenden Welten.

Im Winter 2011/12 wir die die Theatergruppe "Jou Jetze" ihr Stück im Solothurnischen Leimental zur Aufführung bringen. Wir dürfen uns auf einige interessante und äusserst unterhaltsame Abende freuen. Soviel kann hier schon veraten werden, nachdem ich das Stück gelesen und erste Proben gesehen habe.



Herzlichen Dank!

Ein Projekt wie das Jugendtheater "Jou Jetzä" von Bättwil und Witterswil ist natürlich auch auf Unterstützung angewiesen. Wir sind froh um alle die mithelfen das die Aufführungen zustande kommen und sowohl von den Requisiten und Kostümen als auch vom Bühnenbild her überzeugen.

Wir sind dankbar für z.B. Finanzspenden:

Raiffeisenbank
4108 Witterswil

CH62 8092 6000 0016 9194 6
Jugend Mit Wirkung Bäättwil/Witterswil
Buttiweg 28
4112 Flüh

PC 40-12050-2


Oder auch für Sachspenden: Kontakt